Historie

2002 tat sich Martin Heynert in Hildesheim mit den Rechtsanwälten Onno Heyken, Thilo Heyken und Frank Wodsack zusammen. Das Büro lag damals der Goschenstraße 80 und zog später in die Zingel 5 am zentralen Hildesheimer Hindenburgplatz um. Martin Heynert war in der fachlichen Aufteilung vor allem für Strafrecht, Deliktsrecht und unerlaubte Handlungen zuständig.

Das alte Standesrecht machte es unmöglich, Wirtschaftsermittlungen zu bewerben und schwierig, sie durchzuführen. Das änderte sich nach den Korruptionsfällen bei Siemens und Ferrostaal, die von US-Kanzleien aufgeklärt wurden und die Compliance-Welle auslösten.

2011 ging die Kooperation im Guten auseinander. Frank Wodsack wurde Syndikus bei einem großen Hildesheimer Immobilienentwickler und CDU-Chef von Hildesheim, Thilo Heyken eröffnete eine eigene Kanzlei. Onno Heyken führte das Büro fort.

Martin Heynert baute für eine befreundete US-Anwaltskanzlei (sogenannte "Patentknacker", die Vorbenutzung nachweisen und damit die Neuheit bei Patenten aushebeln) ein Büro in einer ostdeutschen Hauptstadt auf. Die Wahl fiel auf Magdeburg. Als den amerikanischen Freunde die Anreise nach Magdeburg zu umständlich wurde, führte Martin Heynert das Büro mit dem Personal und den Referendaren alleine fort.

Die Bundesrechtsanwaltskammer erklärte "interne Ermittlungen" durch deutsche Rechtsanwälte in ihrem Dokument 35/2010 für zulässig. Martin Heynert nahm Kontakt zu einigen alten Konzern-Kunden der von ihm 1983 - 1993 geleiteten Wirtschaftsdetektei Pro Secura auf und führte für sie wieder - jetzt anwaltliche - Wirtschaftsermittlungen durch. Das standesrechtliche Werbeverbot wurde immer mehr gelockert. In der neuen Bundesrechtsanwaltsordnung, dem Standesrecht, wird Sachaufklärung inzwischen sogar ausdrücklich als eine der zentralen anwaltlichen Berufspflichten benannt (§ 46 Abs. 3 Nr. 1 BRAO) und daher können wir jetzt Wirtschaftsermittlungen durch den Rechtsanwalt auch gut bewerben.