Aktuelle Fälle

An welchen Fällen arbeiten wir gerade?

Strafverteidigung, Entlastungsermittlungen

Strafverteidigung für einen jungen Mann, der dem Sohn eines örtlich sehr bekannten und einflußreichen Geschäftsmanns mit einem Glas in der Hand ins Gesicht geschlagen hat. Dessen Auge wurde beschädigt.

Unser Mandant sagt, er sei von dem anderen von hinten angegriffen und gewürgt worden. Da habe er in Panik und Todesangst nach hinten geschlagen. Er hat sich dabei selbst die Hand zerschnitten. Wer würde sich schon bewusst die eigene Hand zerschneiden? Niemand jedenfalls, der sich schon einmal geschnitten hat. Wer so handelt, zeigt, dass er nur noch voller Todesangst war, weil er gewürgt wurde.

Die scheinbar schlüssige Anklage konnten wir durch umfangreiche Entlastungsermittlungen mit einer sorgfältiger Aufarbeitung und Gegenüberstellung aller 10 Zeugen mit Einstufung in die verschiedenen Lager schon anzweifeln.

Die Hauptverhandlung war schon einmal im Dezember 2019 angesetzt, musste aber vertagt werden, weil das Gericht schlicht vergessen hatte, den Mitangeklagten (er soll das Opfer nachher noch getreten haben) zu laden.

Autoschieber I

K (unser Mandant) hatte bei xy.de einen Mercedes-AMG GT-S leicht gebraucht für 70.000 € gesehen, fuhr nach X. und erwarb ihn. 3 Wochen später wurde er bei ihm polizeilich beschlagnahmt, denn er war unterschlagen worden.

K war sehr vorsichtig gewesen: Er hatte Zulassungsbescheinigung II (Fahrzeugbrief) sorgfältig geprüft. Das Papier und der Aufdruck waren echt, stammten aus einem Einbruch in die Kfz-Zulassungsstelle Y. Das Kennzeichen X-GT xxx ließ K bei der Polizei prüfen, ob es gestohlen war - nein. Denn es war eine Doublette. Genau so ein AMG GT-S mit genau demselben Kennzeichen fährt in X. legal herum. Die Personalpapiere der Verkäuferin V. schienen ihm auch in Ordnung zu sein.

Unsere Ermittlungen führten zu einem dubiosen Vor-Besitzer VB. Er hatte auf Kredit mehrere Luxuswagen erworben und vermietete die "unter der Hand". Ein Kunde mietete gleich 3 Luxusfahrzeuge und gab sie alle nicht zurück, unterschlug sie.

Wir bemühen uns derzeit bei der Staatsanwaltschaft um Herausgabe des Fahrzeugs nach § 111n Stopp an uns und klagen dann auf Feststellung, dass unser Mandant K. gutgläubig Eigentümer geworden ist und auf Herausgabe der Original - Zulassungsbescheinigung II, die sich als Sicherheit bei der finanzierenden Bank von VB. befindet und den diese Bank nicht freiwillig herausgeben will.

Durch unsere investigativ-kriminalistischen Ermittlungen haben wir ein fast perfektes Verbrechen nachweisen können und damit reziprok den Beweis für die Gutgläubigkeit unseres Mandanten geführt, die Voraussetzung für die Durchsetzung des Besitzanspruchs nach § 932 BGB ist.

Autoschieber II

K1, K2 und K3 hatten zusammengelegt, um sich einen Luxus-SUV zu leisten. Sie gerieten an betrügerische kommerzielle Auto-Verkäufer V1 und V2, die das Fahrzeug nur auf dem Foto, aber nicht real besaßen. V1 hatte das Fahrzeug inseriert. K1-3 erzählten sie, der Wagen stehe noch im Zollager und sie müssten erst 250.000 € auf ein Konto von V2 überweisen. V2 sei eine Leasing-GmbH, die das Fahrzeug verkaufe. K1-3 fielen auf eine falsche Bonitätsauskunft über V1 und V2 herein und überwiesen das Geld. Das Auto sahen sie nie.

Die Polizei wollte noch nicht einmal eine Betrugsanzeige aufnehmen. Jetzt wurden K1- 3 zu unseren Mandanten.

Unsere investigativ-kriminalistischen Ermittlungen zeigten ganz deutlich die Spur von Serienbetrügern. Sie hatten denselben Luxus-SUV bereits zehnmal als Luftnummer verkauft. Die anderen Geschädigten hatten sie mit massiven Drohungen und Einschüchterungen dazu gebracht, auf eine Anzeige zu verzichten. Mit unserem Material nahmen Polizei und Staatsanwaltschaft groß angelegte Ermittlungen gegen den Betrügerring auf. Inzwischen haben sich Anwälte für die Betrüger gemeldet und wollen mit uns eine Lösung, eine Rückzahlung des größten Teil des Geldes, vereinbaren. Auch hier hat unser kriminalistisch-investigativer Druck bereits geholfen.

Ausgründung

Der Unternehmer U hatte ein spezielles Nischenprodukt entwickelt und die dafür notwendige Produktionsmaschine selbst gebaut. Als er krankheitsbedingt für 2 Monate ausfiel, wollten die untreuen Mitarbeiter M1 und M2 seine Firma übernehmen. Als erstes versuchten sie, den Steuerberater mit in ihr Boot zu holen. Als ihre Pläne schon weit gediehen waren, kam der Unternehmer U überraschend früher zurück. Jetzt war er M1 und M2 im Wege. Kurz darauf stellte er fest, dass an seinem Oldtimer-Sportwagen die Bremsleitung zu den Vorderrädern leicht gelöst war, sodass jedes Mal beim betätigen der Bremse Bremsflüssigkeit heraus gedrückt wurde und die Bremse bald versagt hätte.

Unsere investigativer-kriminalistischen Ermittlungen ergaben unter Einbeziehung eines Sachverständigen ein Beweisgutachten, wonach es sich um einen Mordanschlag handelte. Die beiden Mitarbeiter M1 und M2 wurde natürlich sofort entlassen. Sie hatten sich aber bereits heimlich Pläne von der entscheidenden Maschine gemacht. Mit weiteren Ermittlungen und einer groß angelegten Observation konnten wir beweisen, dass sie bereits einen Konstrukteur für Sondermaschinen K. angeworben hatten, der ihnen die begehrte Maschine nachbauen sollte.

Nachdem wir ein ernstes Gespräch mit K. geführt hatten, stieg er aus dem verbrecherischen Geschäft aus. Die Ausgründung hat nicht stattgefunden und einen Nachbau der proprietären Maschine gibt es nicht, Konkurrenzprodukte werden nicht hergestellt.

Stasi-Rufmord

A. war in seiner Jugend Mitglied in einer nicht staatskonformen Jugendgruppe in der DDR. In einem Bericht der Volkspolizei steht, dass diese mit der Jugendgruppe nicht mehr mit polizeilichen Mitteln fertig wird und nunmehr der Staatssicherheitsdienst sich etwas ausdenken solle.

A. wurden dann 2 Sexualdelikte vorgeworfen. Er soll sich in einem Gebüsch exhibitionistischen gezeigt und in einem anderen Fall ein Mädchen angefasst haben. Er hat die Vorwürfe immer bestritten, wurde aber in fragwürdigen Prozessen mit noch fragwürdigeren Zeugen, die im Verdacht der Kooperation mit der Stasi stehen, schuldig gesprochen.

Wir wollen ein Wiederaufnahmeverfahren nach rechtsstaatlichen Grundsätzen erreichen und dazu die Zeugen von vor 40 Jahren finden und uns bemühen, dass sie jetzt die Wahrheit sagen und auspacken. Den Zeugen kann wegen damaliger Falschaussage wegen Verjährung ja sowieso nichts mehr passieren. Es wird aber sehr schwierig werden, die Personen nach so langer Zeit – wenn sie überhaupt noch leben – zu finden.